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Bierbaum-Henke, Uwe: Fabians Inseln

Fabian ist Mitte 50. Mit dem tragischen Tod seiner Frau Maria vor fünf Jahren bricht seine Welt zusammen. Er stürzt in tiefe Depressionen, muss seinen Beruf als Lehrer aufgeben und die Hypotheken für das neu gebaute Haus wachsen ihm über den Kopf. So beschließt er, sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen, und kehrt nach dreißig Jahren zurück in seine Heimatstadt.’Seither sitzt er die meiste Zeit am Küchenfenster und lässt die Welt vier Stockwerke tiefer an sich vorüberziehen. Seine einzigen Kontakte zur Außenwelt sind die regelmäßigen Besuche seiner Tochter Kim, der Gang zum Bäcker und zum Tante-Emma-Laden um die Ecke. Oder der seelenbittere Gang an Marias Grab.’Jede weitere Annäherung an ein normales Leben verbietet er sich, um die Schuld zu sühnen, die er sich selbst auferlegt hat. Die Schuld, weiterleben zu dürfen. Er fühlt sich körperlich und seelisch wie abgestorben. Er selbst und alles um ihm herum verkümmert und verdorrt, selbst für die Pflege der genügsamen Zimmerpflanze, ein Geschenk seiner Tochter, fehlen ihm Wille, Kraft und Ausdauer.’Das ändert sich mit dem Tag, als er der Tochter seines Nachbarn begegnet, der nach einem Unfall ins Krankenhaus gebracht werden musste. Allein durch ihre Gegenwart dringt Lara in sein Leben ein und wirbelt seine Gedanken und Gefühle durcheinander, Gefühle, die er sich bislang verboten hat, denn jeder Versuch, Maria zu ersetzen, käme einem Betrug gleich, einem Betrug an sich selbst und auch an Maria.’Doch obwohl sich Fabian dagegen sträubt, verändert sich etwas, frisst an seinen Gedanken und schleicht sich in seine Träume ein.’In der Nacht nach der einschneidenden Begegnung findet er keinen Schlaf, denn Lara geht ihm nicht aus dem Kopf. Zugleich beschleicht ihn das schlechte Gewissen, er glaubt etwas Unrechtes und Unanständiges zu tun, als würde er der tiefen Verbundenheit zu Maria einen Schaden zufügen. Um sich unerbittlich an seine Pflicht zu erinnern, seine Pflicht zu leiden, schnappt er sich aus seinem Nachtschränkchen die schwarze Schachtel, in der er alle Erinnerungen an Maria wie einen Schatz hütet, auch ihre beider Liebesbriefe, und er beginnt zu lesen.’Fabians Erinnerungen beginnen zu fließen und rufen ihm die Zeit seiner Kindheit und Jugend ins Gedächtnis, die Jahre seiner ersten großen Liebe zu Katharina, seine Studentenjahre mit dem Umzug in eine Wohngemeinschaft mitten im Wald und ohne Strom, die beengende Ehe mit Heike, das Aufeinandertreffen mit Maria und die wundervollen gemeinsamen Jahre bis zu ihrem Tod.’Vergangenheit und Gegenwart vereinen sich in einem Kaleidoskop der Gefühle, durch das Fabian zurückschaut auf die Stationen seines Lebens, auf seine Inseln, auf Fabians Inseln.




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